Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: LOGI-Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Buck

Mitglied

  • »Buck« ist männlich
  • »Buck« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 29. November 2006

Wohnort: Berlin

  • Nachricht senden

1

Samstag, 20. Oktober 2007, 10:55

Eiweißreiche Ernährung schädigt die Leber/Nieren

Die Niere soll durch die relativ großen Eiweißpartikel kaputt gehen. Das war das Statement eines Ernährungsberaters.

Von einem Arzt weiß ich, daß das bei bestimmten Leber/Nierenerkrankungen auch der Fall ist. Für gesunde Menschen ist das aber nie ausgetestet worden. Auch das ankleben der KH an den Eiweißen machen diese noch größer. Ich denke hier geht es um den HBCA1 Wert. Den man ja gerade durch eine KH reduzierte Diät schnell senken kann. War bei mir jedenfalls so, zur Verwunderung der Ärzte.

Weiß jemand mehr ?
Wie kann man die Niere und die Leber Funktion testen ? Der Eiweiß gehalt im Urin ist ja bei Logi eh höher, also auch kein guter Test.

Der Buck

Ruth

Mod. LOGI-Methode + Allgem. zu Ernährung und Gesundheit

  • »Ruth« ist weiblich

Registrierungsdatum: 23. Mai 2005

Wohnort: Bayern (Schwaben) Lkrs. GZ

  • Nachricht senden

2

Samstag, 20. Oktober 2007, 11:52

RE: Eiweißreiche Ernährung schädigt die Leber/Nieren

Hallo Buck,

dieses Thema wurde hier schon des öfteren behandelt. Vielleicht gehst du mal über die Suchfunktion?

Fürs Erste und auf die Schnelle hab ich dies gefunden: http://www.forum.logi-methode.de/thread.…57446#post57446

Grüße Ruth
Liebe Grüße
Ruth :)

Vitamin-D Status sowie Aufsättigung und Dosierung siehe mein Profil



TinaDoc

Mitglied

  • »TinaDoc« ist weiblich

Registrierungsdatum: 24. September 2006

Wohnort: Bei Stuttgart

  • Nachricht senden

3

Montag, 22. Oktober 2007, 19:10

Hallo Buck!

Kurz ein paar Antworten:

Einer gesunden Niere macht auch eine eiweißreiche Kost nix (wobei ich von den bei Logi empfohlenen Eiweißmengen von 1-1,5 g pro kg Körpergewicht, max. 2 g pro kg ausgehe). Punktum. Nur, wer bereits nierenkrank ist, sollte etwas weniger Eiweiß essen (max. 0,8 g pro kg Körpergewicht).

Die Größe von Eiweißen ist dabei völlig wurscht (es sei denn, man ist schwerst leberkrank oder Magen bzw. Bauchspeicheldrüse funktionieren nicht). Denn Eiweiße werden im Magen und Dünndarm in ihre Bausteine, die Aminosäuren gespalten. Diese werden ins Blut aufgenommen, und dann entweder so von allen Körperzellen zum Aufbau von Eiweißen verwendet, oder von der Leber umgebaut, falls andere Aminosäuren benötigt werden. Nur wenn sehr viel Eiweiß im Körper vorhanden ist, wird es zur Energiegewinnung verwendet. Dabei werden von der Leber Abbauprodukte hergestellt, die von den Nieren ausgeschieden werden. Also komplette Eiweiße kommen nicht ins Blut und auch nicht in die Nieren.

HbA1c ist Hämoglobin (roter Blutfarbstoff), an den Zuckerbestandteile angehängt werden. Weniger Zucker im Blut führt zu weniger HbA1c. Und da Logi den Blutzuckerspiegel auf ein niedrig-normales Maß senken kann, ist eine Senkung des HbA1c kein Grund zur Verwunderung.

Nieren- und Leberfunktion kann man am besten über Laborwerte testen (also durch Blutabnahmen). In gewissen Grenzen kann man die Nierenfunktion auch durch Teststreifen abschätzen, für genaue Ergebnisse braucht man aber eine Blutuntersuchung. Bevor irgend jemand Sorgen hat: wenn man Probleme mit der Nieren- oder Leberfunktion hat, geht es einem nicht gut, man ist richtig krank. Jemand, der sich völlig wohl und gesund fühlt, kann eigentlich keine schwere Leber- oder Nierenfunktionsschwäche haben.

Warum sollte der Eiweißgehalt bei Logi im Urin höher sein? Eine gesunde Niere scheidet Eiweißabbauprodukte aus, keine kompletten Eiweiße, egal, wieviel man davon isst (Grenzen, s. o.). Es kann aber sein, dass ein Teststreifen für Eiweiß auf einmal positiv reagiert. Das liegt aber nicht daran, dass die Niere wirklich Eiweiß ausscheidet, sondern dass der pH des Urins sich ändert (durch viel Gemüse eher basisch) und diese Teststreifen bei basischem pH falsch positiv reagieren. Das sollte aber jeder Hausarzt wissen, passiert zum Beispiel bei Vegetariern ständig. Abhilfe: den pH-Wert des Urins durch Zugabe einer Säure absenken (sollte man aber durch Indikatorpapier z.B. kontrollieren) und dann bei neutralem pH nochmal testen. Wenn ein frischer Teststreifen dann nochmal positiv auf Eiweiß reagiert, dann ist wirklich welches im Urin. Das kann aber aus der Blase stammen (bei Entzündungen), oder bei Frauen auch aus der Harnröhrenmündung, wo sich immer eine Spur Schleim aus der Gebärmutter findet. Abhilfe dabei: immer den sogenannten Mittelstrahlurin testen (also zu Beginn des Wasserlassens die ersten ml verwerfen, die nächste Portion verwenden, aber auch nicht den letzten Rest aus der Blase).

LG, Bettina